„Sternmarsch“ zum Stillingsplatz
Dreisber feierten 5. Brunnenfest - „Das erste Bier muß zischen...“ - Tanz und Unterhaltung
Dreis-Tiefenbach. Im Wetter steckt man nicht drin, im Siegerländer Wetter
schon gar nicht. Deshalb hatten sich die Organisatoren des 5. Brunnenfestes auf
dem Stillingsplatz gewappnet und trotz der sommerlichen Jahreszeit einige Zelte
organisiert, um die Besucher des Festes vor äußerlicher Befeuchtung zu bewahren.
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen blieb der Publikumsandrang diesmal eher mäßig,
nachdem die Ausrichter in den Vorjahren mit dem Wetter Glück gehabt hatten.
Volksweisen dargeboten
Die Spielmannszüge „St. Josef“ und 1950, der MGV 1887 und der Heimatverein
„Alte Burg“ Dreis-Tiefenbach als Veranstalter machten jedoch das beste
aus der (Wetter-) Lage. Am Samstag nachmittag marschierten die Spielmannszüge von
verschiedenen Orten aus in Richtung Festplatz. Dort eröffnete der MGV mit seinem
Vizechorleiter Arthur Rohleder das musikalische Programm. Treffende Trunklieder,
wie „Das erste Bier muß zischen“, bereitete den Sängern ebenso viel
Vergnügen wie den umstehenden Zuhörern. Auch die Volksweisen „Schwabenliesel“
und „Bube, Dame, König, As“ wurden vorgetragen. Einen „Liebesboten“
entsandte der Spielmannszug 1950 über den Platz und übte sich anschließend im
„Einzug schneidiger Truppen“. Unter musikalischer Leitung von Siegfried
Henrich gelang den Instrumentalisten auch der „Ruezmarsch“ und
„In die weite Welt“.
Gemeinsamer Auftritt
„Mit den besten Wünschen“ empfahl sich der Spielmannszug „St. Josef“
(Stabführer Gisbert Wagener) und setzte „Mit Sang und Klang“ und
„Um den Lorbeer“ nach. Gemeinsam mit den „1950ern“ spielte
das Korps den „Jägermarsch Fürst Richard“. Klingende Aktivitäten
entfaltete auch die Musik- und Gesangsgruppe des Heimatvereins. Mit Eleonore Hellwig
vorneweg brachten sie unter anderem die schlesische Volksweise „Der Vugelbärbaam“
und „Auf der Lüneburger Heide“ zu Gehör.
Aktionen für die Kinder
Zum anschließenden Tanz lieferten die fünf „Eiserntaler Musikanten“ den
passenden Hintergrund. Derweil hatte der Nachwuchs nicht das Nachsehen: Hüpfburg,
Spritzenspiel, Ponyreiten, Nagelbalken und Ballwerfen brachten jede Menge Abwechslung.
Für alle Besucher stand Magenfüllendes in üppiger Vielfalt zur Auswahl: Würstchen,
Steaks und Pommes fanden ebenso Abnehmer wie Waffeln oder Reibeplätzchen. Gegen
Abend brutzelte gar ein Spanferkel über dem Grill. Das 5. Brunnenfest nutzte auch
ein neu gegründeter Verein zur Vorstellung: Der im Mai ins Leben gerufene Kaninchenzüchter-
Verein W433 Dreis-Tiefenbach und Umgebung war mit 22 Tieren präsent. sib
Siegener Zeitung
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