Chronik
Die ersten „zarten Gehversuche“

Der erste Auftritt nach Gründung folgte am 30. Juni 1950 anläßlich der Hochzeit von Gründungsmitglied Rudolf Burgmann. Das Ständchen beinhaltete die Märsche „Turners Freud und Leid“, „Preußens Gloria“ und „Bravo da Capo“.
Weitere Auftritte folgten in diesem Jahr, unter anderem auch beim Sportfest der Sportgemeinschaft Dreis-Tiefenbach. Dort erfreute sich das morgendliche „Wecken“ um 6 Uhr großer Beliebtheit.
Den ersten Wettstreit seiner Vereinsgeschichte datiert vom 3. Juni 1951 und fand in Dahlbruch statt.
Der Spielmannszug spielte in der 1. Klasse ohne Pauke und errang folgende Platzierungen:
| Straßenspiel: | Mit leichtem Gepäck | 107,0 | Punkte, | 2. Platz |
| Klassenspiel: | Brucker Lager Marsch | 108,5 | Punkte, | 3. Platz |
| Ehrenspiel: | Frei weg | 110,0 | Punkte, | 3. Platz |
| Hauptehrenspiel: | Per aspera ad astra | 111,5 | Punkte, | 3. Platz |
| 3. Sonderspiel: | Mit Schneid voran | 105,5 | Punkte, | 2. Platz |
| Stabführer: | 111,0 | Punkte, | 3. Platz |

Der Spielmannszug spielte mit 16 Aktiven und war mit dem Ausgang der Veranstaltung mehr als zufrieden.
Der erste Sieg bei einem Wettstreit ließ für die Mannen vom Spielmannszug nicht lange auf sich warten. Am 16. September errang der Verein den ersten Platz im Klassenspiel mit dem Marsch: „Um den Lorbeer“ und den ersten Sieg in der Stabführerwertung. Dieser Wettstreit fand in Dillenburg statt.
In den „Fünfziger Jahren“ sollten noch viele erfolgreiche Wettstreitteilnahmen folgen, die mit etlichen „Ersten Preisen“ gekrönt wurden.
Die endgültige Namensgebung: Spielmannszug 1950 wurde auf der Jahreshauptversammlung vom 31.01.1953 beschlossen.
Im Sommer des Jahres 1953 veranstaltete der Spielmannszug erstmals einen eigenen Wettstreit in Dreis-Tiefenbach. Auf dem alten Sportplatz wurde ein Zelt aufgestellt und die Veranstaltung mit einem Dorfgemeinschaftsabend abgeschlossen. Zum Tanz spielte die „Amtsfeuerwehrkapelle Netphen“. Zum Abschluß erklang zum ersten Mal der „Große Zapfenstreich“ aus den Instrumenten des Vereins.
Die Zahl der Auftritte stieg von Jahr zu Jahr und der Spielmannszug erfreute sich großer Beliebtheit.
Das 60. Vereinsmitglied wurde im Jahre 1954 begrüßt und hieß Hermann Günther. Das aktive Corps bestand aus 20 gestandenen Männern.
Bis zu diesem Zeitpunkt beschränkten sich die Auftritte des Vereins auf die nähere Umgebung. Dies sollte sich jedoch ändern, als die aktive Truppe mit dem Siegener Schützenverein im Sommer 1955 am Schützenfest in Köln-Wahn teilnahm. Der Chronist berichtet, daß dies für alle Teilnehmer ein unvergeßliches Ereignis gewesen war.
