Chronik
Die 70er Jahre - Die „erste Garde“ ist in die Jahre gekommen
Während der Jahreshauptversammlung 1970 wurden die ersten zaghaften Versuche unternommen das Korps zu verjüngen. Wieder einmal ging Helmut Schöler mit gutem Beispiel voran. Erstmals dachte er laut über seinen Rücktritt als Stabführer nach und nannte als möglichen Nachfolger Bernd Schäfer.

Eckmannshausen zur Schützenhalle
Beim Vogelschießen in Eckmannshausen kam dann auch Bernd Schäfer zum ersten Mal in der Stabführer- position zum Einsatz. Unter der sachkundigen Anleitung seines Lehrmeisters bestand er so seine Feuertaufe.
Im gleichen Jahr erklang zum ersten Mal der Marsch „Jubelklänge“ aus den Instrumenten des Spielmannszuges. Dieser zeitlose Marsch ist heute noch im aktuellen Repertoire des Vereins zu finden.
Im Jahr 1971 konnte der Verein bei den verschiedensten Anlässen durch sein gekonntes Spiel gefallen. Schützenfeste, Jubiläen, aber auch die Sportlerehrung für den damaligen Rad-Querfeldein- Weltmeister Klaus-Peter Thaler in den Jahren 1972 und 1976 wurden vom Spielmannszug 1950 musikalisch begleitet.

Stabführung“ Helmut Schöler und Jürgen Pülm
Die Tradition einen „Vereins-Schützenkönig“ zu ermitteln wurde ebenfalls aufrecht erhalten. Und so kam es, daß im Jahre 1974 erstmals ein „richtiger Schützenvogel“ im Miniaturformat geschossen wurde. Dieser „Mini-Adler“ wurde vom Spielkameraden Herbert Pülm im heimischen Hobbykeller hergestellt. Daß aus diesem Spaß heraus ein zweites großes Hobby neben der Liebe zur Marschmusik geboren war, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand absehen.
Eine wesentliche Änderung im Vereinsleben erfolgte im Jahr 1974. Der langjährige Übungsleiter der Flötisten, Ernst Nöh, wurde aus Gesundheitlichen Gründen von Richard Margeit abgelöst.
Mit ihm begann die dringend herbeigesehnte Gründung der Jugendabteilung, die auch erstmals die Ausbildung von Mädchen vorsah. Somit war der erste erfolgreiche Schritt getan ein drohendes Ausbluten des Vereins aus Altersgründen zu verhindern.

vor der Dreisbachhalle
Die ersten Jugendlichen wurden im Verein begeistert aufgenommen, und mit Eifer und Hingabe zu „echten Musikern“ ausgebildet. Dies hatte zur Folge, daß der Chronist während der Jahreshauptversammlung im Jahr 1975 erstmals eine dreistellige Mitgliederzahl verkünden durfte. Im Herbst des Jahres 1975 anläßlich des Jubiläumskonzertes des Vereins war es dann für die Nachwuchsmusiker soweit.
Der erste Auftritt in der ausverkauften Dreisbachhalle wurde mit donnerndem Applaus vom Publikum quittiert. Das Musikstück „Blau blüht der Enzian“ wurde von den Nachwuchsspielern zusammen mit den „alten Hasen“ gekonnte vorgetragen.

des Spielmannszuges bei einem Ständchen
in der Nähe von Münster
Auch wenn in diesen Jahren Wettstreitteilnahmen ausblieben, gestaltete sich das Vereinsleben in dieser Zeit durchaus als harmonisch und erfolgreich, da die nötige personelle Aufbauarbeit kontinuierlich vorangetrieben wurde.
So blieb der Ausflug nach Münster mit den Jugendlichen in den Allwetterzoo den Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung, denn auch im Münsterland wurde die dargebotene „Siegerländer Marschmusik“ begeistert aufgenommen.
Am 12. Mai 1979 nahm der Spielmannszug erstmals am Schützenfest in Irmgarteichen teil. Dies war gleichzeitig der erste Auftritt in den neu angeschafften Uniformen. Der Spielmannszug präsentierte sich in den neuen Vereinsfarben grün-schwarz, die auch heute noch Bestand haben. Eine Angleichung an eine Schützenuniform ist damals sicherlich nicht ganz unbeabsichtigt gewesen.
Der Kontakt zu den Irmgarteichener Schützen mit ihrem ersten Brudermeister Gerhard Kölsch ist längst über den normalen Auftritt im Sinne einer Verpflichtung hinausgewachsen. Langjährige Freundschaften zwischen den Mitgliedern beider Vereine sind das positive Resultat der vielen Auftritte bei den jährlichen Schützenfesten.
