Chronik
Personelle Veränderungen prägten die 90er Jahre
Mit Beginn der Jahreshauptversammlung 1990 begann für den Verein eine Zeit des Umbruchs und des Wechsels in der Sogenannten &bduo;Führungsetage“. Aus Altersgründen stellte sich Herbert Otto nicht mehr für das Amt des Kassierers zur Verfügung. Nach über 30jähriger Tätigkeit in der die Vereinskasse hervorragend geführt wurde, übernahm Matthias Margeit nun dieses sicherlich nicht immer dankbare Amt.
Das 40 Jährige Vereinsjubiläum fand in Form einer Vereinsfeier im Franziskushaus statt, bei der auch die Ehrungen für verdiente Mitglieder durchgeführt wurden.
Nachdem ein Wechsel des Kassiereramtes im Jahr 1990 stattgefunden hatte, wurde der Vorstand im Jahr darauf auch in Besetzung des Schriftführers verjüngt. Aus Altersgründen gab Herbert Pülm dieses zeitaufwendige Amt an seine spätere Schwiegertochter Ingrid Harnack ab.
Neben den musikalischen Aktivitäten wurde im Jahr 1990 auch erstmals ein Minigolf- Turnier auf der Anlage in Netphen ausgetragen. Diese Veranstaltung wurde in den Jahren zu einem festen Bestandteil des Terminplanes, und alle Teilnehmer brennen Jahr für Jahr darauf, erfolgreich an diesem Tag abzuschließen.
Am 13. Juli 1991 fand erstmals auf dem Stillingsplatz das Dreisber Brunnenfest statt. Unter der Regie der vier Kulturtreibenden Vereine: MGV 1887, Heimatverein Alte Burg, Spielmannszug St. Josef und Spielmannszug 1950, konnte eine Veranstaltung ins Leben gerufen werden, die bei der Dreisber Bevölkerung jedes Jahr großen Anklang findet.
Zahlreiche Auftritte füllten auch Anfang der 90er Jahre den Terminkalender des Vereins. Besonders erwähnenswert war der Auftritt im Siegener Schloßgarten zum großen Stelldichein der Siegerländer Spielmannszüge und Blaskapellen. Hier zeigte der Verein einmal mehr, daß auch Jugendliche für das Spielmannswesen zu gewinnen sind. Die mit Kindern und Jugendlichen gespickte Truppe konnte an diesem Nachmittag sehr gefallen.
Ein weiterer Wechsel im Vorstand kündigte sich im Vorfeld der Jahreshauptversammlung 1992 an. Richard Margeit trat vom Amt des Vorsitzenden zurück. Persönliche Gründe waren der Grund für seinen Rücktritt und das Ausscheiden aus dem Verein. Gerade im musikalischen Bereich entstand durch diesen Schritt eine große Lücke im Verein, die nur schwerlich zu stopfen war. Die Nachfolge von Richard Margeit übernahm der bis dahin zweite Vorsitzende Jürgen Pülm. Das Amt des zweiten Vorsitzenden wurde von Siegfried Henrich besetzt. Dieses Duo steht auch heute noch an der Spitze des Vereins. So kam es, daß die komplette Vereinsführung innerhalb von nur drei Jahren ausgetauscht und entsprechend verjüngt wurde.
Wie sich herausstellte, war dies ein Schritt, der dem Fortbestand des Vereins dienlich war. In der Zeit in der die Jugendlichen lieber andere Interessen verfolgten als in einem Spielmannszug aktiv zu sein, war es nicht immer leicht eine auftrittsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Zum Glück konnte diese Talsohle in der Vereinsgeschichte durchschritten werden.
Die Standard-Auftritte bei Schützenfesten in Dreis-Tiefenbach, Herzhausen, und Irmgarteichen wurden auch in dieser personell schwierigen Zeit vom Spielmannszug mitgestaltet. Auch wurde an der Tradition ein Schützenfest zu veranstalten festgehalten. Vereinsausflüge waren ebenfalls willkommene Abwechslungen für die Aktiven und Passiven Mitglieder. Am 1. Mai 1993 brachen die Mitglieder erstmalig zu einer Maitour auf, die mit Bollerwagen und entsprechenden Kaltgetränken auf große Resonanz gestoßen war.
Intensive Jugendarbeit und die Rückkehr einiger ehemaliger Spielleute vergrößerten alsbald die Mannschaft im aktiven Bereich, so daß eine weitere Wettstreitsteilnahme ins Auge gefaßt werden konnte. Am 19. September 1993 war es dann soweit. Der vom Spielmannszug St. Josef ausgerichtete Wettstreit in Dreis-Tiefenbach stand auf dem Programm. Die mit jungen Nachwuchsspielern besetzte Mannschaft trat diesmal in der B-Klasse an, und konnte sogar beim Ehrenspiel auf der Bühne den ersten Platz belegen. Dieser nicht unbedingt zu erwartende Erfolg war natürlich Anlaß genug um im Anschluß kräftig zu feiern.
Grund zum Feiern, war auch die 25. Teilnahme am Herzhäuser Schützenfest am 21. Mai 1994. Ein Freundschaftspokal der während der Ehrungen überreicht wurde, galt als äußeres Zeichen der tiefen Verbundenheit beider Vereine.
Einen neuen Kontakt konnte der Verein im Jahr 1996 knüpfen. Es war die erste Teilnahme beim Schützenfest in Rudersdorf. Bei den Rudersdorfer Schützen ist es Brauch, jedes Jahr den „Großen Zapfenstreich“ zu spielen. Diese Aufgabe hat der Verein seitdem jährlich übernommen, mit tatkräftiger Unterstützung der Schützenkapelle Rudersdorf
Im Dezember 1996 veranstaltete die Aktionsgemeinschaft Dreis-Tiefenbach einen Weihnachtsmarkt auf dem Stillingsplatz. Der Spielmannszug konnte mit eigens dafür eingeübten Weihnachtsliedern Alt und Jung auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen.
Aber auch in karnevalistischer Hinsicht blieben die Spielleute nicht müßig. Als Verstärkung für den Spielmannszug St. Josef begleiteten einige Flötisten den Verein zur Teilnahme am Rosenmontagszug in Köln. Anhand dieser Tatsache sei an dieser Stelle erwähnt, daß sich beide Spielmannszüge in Dreis-Tiefenbach hervorragend ergänzen. Da sich auch beim Spielmannszug St. Josef eine Verjüngung im Vorstand eingestellt hat, konnte sich eine freundschaftliche Partnerschaft zwischen beiden Vereinen bilden. Nicht zuletzt ist dies auch dem ehemaligen Vorsitzenden Gerd Schneider zu verdanken. Die Freude am gemeinsamen Hobby ist die Basis für die gegenseitige Hilfsbereitschaft.
Ein Fest besonderer Art wurde vom Spielmannszug am 10. Oktober 1998 ins Leben gerufen. Es wurde ein richtiges Schlachtfest durchgeführt. Unser passives Mitglied und Metzgermeister Roman Hausicke zeigte an diesem Tag sein Können indem er Blut- und Leberwurst zubereitete. Die Festteilnehmer waren begeistert und freuten sich abends auf das kulinarische Ergebnis des Schlachtfestes.
Eine Erweiterung der Uniformierung konnte der Verein im Jahr 1999 verbuchen. Die
Anschaffung von Blousons mit Vereinswappen für Auftritte an heißen Tagen war längst überfällig
geworden, und sie sind heute aus den Kleiderschränken der Spielleute nicht mehr wegzudenken.
